Klassischer Fehlstart für den TVR

Nach dem Schlusspfiff schlichen die Rodenkirchner Spieler wie begossene Pudel von der Anlage. Gleich im ersten Rückrundenspiel gab es eine nicht erwartete 2-4 Heimpleite gegen die Zweitvertretung aus Porz.

Mit viel Optimismus und dem klaren Ziel noch einmal ins Aufstiegsrennen einzugreifen ging das das Rodenkirchener Team auf den Platz. Und in den ersten Minuten konnte man auch den Willen und die spielerischen Mittel erkennen. Kurze schnelle Bälle in die freien Räume und dann den direkten Abschluss suchen. Belohnt wurde dies schon in der 5. Minute als Ivan Chmura schön auf Patrick Meinecke auflegte und der Ball zur 1-0 Führung im Netz zappelte. Nur wenige Minuten später lief Jonas Vogt alleine auf den generischen Kasten zu, konnte allerdings den schon am Boden liegenden Gästetorwart nicht überwinden. Unerklärlicherweise lies sich der TVR nun tiefer fallen und stellte das Pressing und die Zweikämpfe mehr oder weniger ein. Porz versuchte sein Glück mit langen Bällen in die Spitze und dieses einfache Mittel reichte in der 15. Minute um die Heimabwehr zu düpieren und es stand 1-1. Rodenkirchen tat sich jetzt immer schwerer und Porz wurde frecher. In der 33. Minute brachte dann eine Standardsituation aber die erneute Führung für den TVR. Sascha Adams schlug eine lange Ecke auf den zweiten Pfosten und Volker Müller verwandelte mit rechts zum 2-1. Doch fast im Gegenzug kam wieder Porz mit einem langen Ball vor das Tor von Marc Röder und dieser musste zum zweiten Mal hinter sich greifen. Erneut hatte der TVR eine Führung leichtfertig verspielt und es sollte noch schlimmer kommen. Porz schlug auf gewohnte Weise kurz vor der Pause zum dritten Mal zu und Rodenkirchen lag 2-3 zurück. Nach einer kurzen aber deutlichen Halbzeitansprache hoffte man nun auf ein Aufbäumen und eine entsprechende Reaktion der Heimmannschaft. Leider vergebens. Der Wille war zwar zu sehen, aber es lief heute fast nichts zusammen. Zwar war man optisch überlegen aber es kam nichts zwingendes dabei herraus. Viele Fehler im Spielaufbau, wenig Zug zum Tor und ebenso wenige Überraschungsmomente prägten die folgenden 20 Minuten. Das Spiel plätscherte so dahin und der TVR war heute einfach nicht in der Lage die immer mehr abbauenden Gäste spielerisch zu bezwingen. Bezeichnend für den heutigen Auftritt von Rodenkirchen war das Porz in der 90. Minute aus keiner Torchchance aus gefühlten 35 Metern per Fernschuß den 2-4 Endstand erzielte.

Fazit: Bereits nach dem ersten Rückrundenspiel kann sich der TVR erstmal von den Austiegsträumen verabschieden und muss wieder sehr kleine Brötchen backen. Vielleicht hat das ja auch etwas Gutes, da einige anscheinend dem Druck im Kopf nicht gewachsen sind. Aber bereits nächste Woche muss in Zündorf ein anderes Gesicht gezeigt werden, damit man nicht auch  noch den letzten Selbstanspruch verliert. Harte Worte, bittere Wahrheit…